Meldung:
12. Juli 2011
Eine längst überfällige Veranstaltung
Zukunftswerkstatt zum Thema Hochwasser in Langenhorst
Eine längst überfällige Veranstaltung", so nannte ein Anwesender die zum Thema „Hochwasser in Langenhorst" gewidmete Sitzung der SPD Zukunftswerkstatt. Es hatten sich dementsprechend viele Langenhorster am Dienstagabend im Landgasthaus Althoff eingefunden. Über 50 Interessierte verfolgten die Ausführungen von Bürgermeister Hutzenlaub zu den Ursachen und Konsequenzen dieser Hochwasserkatastrophe. Vorher ging SPD Vorsitzender Josef Hartmann auf die Zukunftswerkstatt und Ihre Ziele ein.Bürgermeister Hutzenlaub begann mit einem kurzen Rückblick auf die Ereignisse vom August 2010 und die Ursachen des Hochwassers im Stadtteil Langenhorst. Bereits hier merkte man, dass die Langenhorster lang auf eine Veranstaltung zu diesem Thema gewartet hatten. Viele Bürger stellten konkrete und kritische Fragen an dem Verwaltungschef. Kritisch wurde vor allem die Rolle des Kreises beim Ausrufen und Aufheben des Katastrophenalarm, das Fehlen von genügend Sandsäcken und das unangekündigte Abstellen der Stromversorgung gesehen.
In der Sitzung erklärte Bürgermeister Hutzenlaub, dass die Bezirksregierung bereits ein Planungsbüro beauftragt hat eine computerbasierte Simulation durchzuführen. Durch diese Simulation sollen Schwachstellen bei Hochwasser schneller erkannt werden. Anhand dieser Ergebnisse soll eine Machbarkeitsstudium zu verschiedene Maßnahmen wie weitere Regenrückhaltebecken etc. erstellt werden. Auch erklärte der Verwaltungschef bereits mit den anderen Bürgermeistern im Kreis über die Problematik gesprochen zu haben. Einzelheiten aus diesen Gesprächen wollte er aber noch nicht preisgeben.
Wie immer in der Zukunftswerkstatt, kamen von den Anwesenden auch viele Ideen und Vorschläge zur Behebung von Problemen und Schwachstellen. So schlug ein Anwesender vor, die überörtliche Feuerwehr von einem ortskundigen Kollegen aus Ochtrup begleiten zu lassen, damit manche Örtlichkeiten schneller gefunden werden können. Auch das Ausschildern von Sammelpunkte für freiwillige zivile Helfer und das Anlegen von Rückhaltebecken wurde angeregt. Josef Hartmann versicherte den Anwesenden, dass die Vorschläge gesammelt, beraten und in konkreten Anträgen umgewandelt werden.
Am Ende der Veranstaltung beschlossen die Anwesenden und die Mitglieder der SPD Zukunftswerkstatt gemeinsam, im nächsten Jahr eine Folgeveranstaltung zu organisieren. Hier sollen vor allem die Prävention, erste eingeleitete Maßnahmen und die Ergebnisse der Simulation im Mittelpunkt stehen.



